von der Mosel in Beirat „watersports LübeckerBucht“ berufen.

Wir freuen uns über den Vertrauensbeweis aus der Nachbarregion. von der Mosel wurde in einen neuen, sehr kompetenten Wassersport-Beirat berufen. Das Projekt der Beratung, www.wslb.de soll zunächst als regional begrenztes Pilotvorhaben diverse Wassersportangebote vernetzen und besser auffindbar machen soll. Im Beirat sind die IHK Lübeck, Bauunternehmer, Hoteliers, Journalisten, Vercharterer und Sportmediziner vertreten. Die wissenschaftliche Leitung obliegt einem bekannten Professor an der FH Westküste. Das Projekt hat das Zeug sich zu einem Vorreiter in Sachen Wassersport Vermarktung und Wassersporttourismus zu entwickeln.

Promille an der Pinne

Sommer, Sonne, Salzwasser machen durstig. Doch sollte der Schiffsführer vorsichtig mit Alkohol sein. Auch auf einem Boot gilt die 0,5 Promillegrenze – wie im Auto. Sie gilt im Übrigen nicht nur für den Schiffsführer, sondern auch für jede Person, die verantwortlich an der Führung des Schiffes beteiligt ist, wie beispielsweise der Navigator.

Auch im Schiffsverkehr wird bei 1,1 Promille die absolute Fahruntüchtigkeit unterstellt. Es hilft nichts sich auf die viel geringeren Geschwindigkeiten zu berufen. Die hohen Gewichte und damit verbundene lange Bremswege, Sichtbehinderungen und die manchmal komplizierten Regeln auf dem Wasser fordern die volle Aufmerksamkeit. Sie verbietet eine alkoholische Benebelung.

Kleiner Trost, wenn es doch passiert ist: Der Entzug des Sportbootführerscheins aufgrund einer Alkoholfahrt ist nicht zwingend mit dem Verlust des Kfz-Führerscheins verbunden, wie dies häufig behauptet wird. Hier sind gesonderte Merkmale zusätzlich festzustellen. Problematisch ist die Trunkenheitsfahrt auch auf See bezüglich der Kaskoversicherung. Während die Haftpflichtversicherung in den meisten Fällen noch eintreten wird, aber möglicher Weise anteilige Rückerstattung verlangt, wird die Kaskoversicherung die Zahlung verweigern, wenn der Schaden durch den Alkoholmissbrauch verursacht wurde. Segeln oder motoren mit mehr als 1,1 Promille wird immer als grobe Fahrlässigkeit gewertet; bei weniger ist es eine Abwägung. Dann ist die Frage inwieweit das Fehlverhalten durch den Alkoholeinfluss verursacht ist. Doch selbst ein Fahrfehler bei nur 0,3 Promille kann den Führerschein kosten, wenn der Fehler auf Alkohol zurückzuführen ist.

Fazit: auch bei Flaute nur Selters, Sekt erst wenn die Leinen fest sind.

Hier noch einmal die exakte Rechtslage:

§ 3 Absatz 3 und 4 Seeschifffahrtstraßenordnung:

§ 3 Grundregeln für das Verhalten im Verkehr
(3) Wer infolge körperlicher oder geistiger Mängel oder des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel in der sicheren Führung eines Fahrzeuges oder in der sicheren Ausübung einer anderen Tätigkeit des Brücken-, Decks- oder Maschinendienstes behindert ist, darf ein Fahrzeug nicht führen oder als Mitglied der Schiffsbesatzung eine andere Tätigkeit des Brücken-, Decks- oder Maschinendienstes nicht ausüben. Dies gilt für das Fahren mit einem Wassermotorrad oder einem Kite- und Segelsurfbrett entsprechend.
(4) Wer 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder
eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt, darf ein Fahrzeug nicht führen oder als Mitglied der Schiffsbesatzung eine andere Tätigkeit des Brücken-, Decks- oder Maschinendienstes nicht ausüben. Dies gilt für das Fahren mit einem Wassermotorrad oder einem Kite- und Segelsurfbrett entsprechend.

Vom Traumurlaub zum Albtraum ist es oft nur ein kurzer Weg

Yachtcharter Kuba, Seychellen, Karibik, Übersee klingt wie Paradies birgt aber neben Chancen auch Risiken. Leider häufen sich in letzter Zeit wieder die Fälle von nicht-seetüchtigen und unzulässigen Vercharterungen. Prüfen Sie genau wer Ihr Vertragspartner ist, fragen Sie nach Referenzen, lassen Sie Ihr Geld durch Treuhandkonten oder Sicherungsschein absichern.

Mit dem VTG ist nicht zu spaßen

Wasser hat zwar keine Balken, aber ein paar Striche auf der Seekarte können viel dramatischer sein. Die Rede ist von Verkehrstrennungsgebieten (VTG) wie diese Autobahnen auf See korrekt heißen. VTGs sind überall, nicht nur im Englischen Kanal. Sie sind gefährlich, nicht wegen Wind und Wellen oder wegen großer Schiffe, sondern wegen der Bußgelder, die hier lauern.

Marc Guillemot, dem bekannten Einhand-Weltumsegler („Safran“ Vendee Globe 2012) wäre es fast zum Verhängnis geworden. Bei dem Versuch einen neuen Einhand-Rekord um die Britischen Inseln und Irland zu schaffen, geriet er in ein Verkehrstrennungsgebiet im Englischen Kanal. Da ließ die Vorladung nicht lange auf sich warten. Unter Androhung einer Geldbuße von 100.000 Britischen Pfund sollte er sich in England stellen. Mit Mühe konnte er eine Gnadenfrist bis nach dem Vendee Globe aushandeln. Doch dem Pechvogel viel der Kiel ab! Er wurde gerettet, hatte dafür aber keine Ausreden mehr: Schon ein paar Tage später musste er vor dem Gericht erscheinen.

Es wurden dann „nur“ 9000 Pfund Strafe und 4000 Pfund Kosten gegen ihn festgesetzt.

Seine Kollegen hinderte das nicht in Scharen schon bei Cap Finistere wieder quer durch ein VTG zu segeln, diesmal ohne Ahndung der Behörden aber mit zahlreichen Protestsituationen untereinander. Auch in der Regatta sind polizeiliche Normen einzuhalten!

VTGs gibt es nicht nur im Ausland, auch in der Elbmündung, der Kadett-Rinne oder am Kieler Leuchtturm kann es einen erwischen. Die deutschen Behörden sind vergleichsweise zahm, was die Höhe der Strafe angeht, aber € 1.500 sind auch schon mal drin.

Dabei ist es vergleichsweise einfach sich diesem Nervkram zu entziehen. Es ist ja nicht verboten als Sportboot ein VTG zu befahren, man sollte es aber bitte in Fahrtrichtung rechts tun und beim Queren wirklich den rechtwinkeligen Kompass-Kurs einhalten.

Besser ist es man hält sich aus diesen kommerziellen Autobahnen der Frachter, Tanker und Lotsen heraus.

 

Verhalten im Verkehrstrennungsgebiet – VTG

(Traffic Separation Scheme, TSS) KVR Regel 10

So machen Sie es richtig:

– Die Fahrtrichtung im Einbahnweg einhalten

– Von der Trennzone „Mittelstreifen“ freihalten

– Queren vermeiden, sonst jedenfalls Kurs (Kielrichtung) im rechten Winkel

– Möglichst am Beginn/Ende Einlaufen/Auslaufen, sonst in kleinem Winkel „einschleichen“

– Sportboote dürfen Maschinenfahrzeuge nicht behindern

 

Rechte von Reisenden bei sturmbedingten Flugausfällen

Nach dem Orkan Christian zieht wenige Wochen später nun der Orkan Xaver über Norddeutschland und wieder gibt es eine Unmenge von Flügen, die gestrichen werden müssen. Für Reisende stellt sich die Frage nach Ansprüchen gegenüber der Airline für diesen Flugausfall. Grundsätzlich regeln sich die Rechte der Reisenden bei Verspätungen und Annullierungen nach der Fluggastrechteverordnung, über die wir bereits berichtet haben. Sturmbedingte Flugannulierungen stellen allerdings höhere Gewalt dar, so dass die Fluggesellschaft von Ihren Leistungspflichten nach der Fluggastrechteverordnung frei wird. Der Fluggast kann also keinerlei Schadensersatzansprüche gegenüber der Fluggesellschaft geltend machen. Ihm bleibt nur die Möglichkeit, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen, oder ein alternatives Beförderungsangebot der Fluggesellschaft (z.B. Bahnfahrkarte) abzunehmen.